ProdifyHandbuch
Tägliche Arbeit

Checklisten & Inspektionen

Strukturierte Prüfpunkte (abhaken, Messwert, Freitext) pro Wartung — mit Pflichtfeldern und im PDF.

≈ 4 min Lesezeit

Eine Checkliste hängt immer an einem einzelnen Wartungsplan. Wer diesen Plan im Rundgang abhakt oder vollständig protokolliert, bekommt die Prüfpunkte vorgelegt — als Ja/Nein, als Messwert mit Toleranz oder als Textfeld. Die Antworten stehen anschließend im Wartungs-Detail und im Nachweis-PDF.

RELEVANT FÜR
AdministratorInstandhaltungsleiter
VORAUSSETZUNG
  • Ein Wartungspunkt in einer Vorlage oder ein Wartungsplan an einer Maschine
ERGEBNIS
Jede Wartung wird nach demselben, belegbaren Muster durchgeführt.

Wo Checklisten gepflegt werden

Am Maschinen-Typ gibt es keine Checkliste; der Typ verknüpft nur Vorlagen. Gepflegt wird an drei Stellen, und nicht jede bietet denselben Umfang:

StelleUmfang und Wirkung
Wartungspunkt einer WartungsvorlageEinstellungen → Stammdaten → Wartungsvorlagen. Voller Editor mit allen drei Arten, Min/Max und Pflicht. Die Checkliste wird auf alle Maschinen mitgegeben, die diese Vorlage bekommen.
Wartungsplan an einer MaschineSchritt 2 „Was wird geprüft?“ im Dialog „Wartungsplan anlegen“ oder beim Bearbeiten. Kurzer Editor: Punkte eintippen oder aus Vorschlägen übernehmen, jeder Punkt Ja/Nein oder Messwert mit Einheit. Gilt nur für diese eine Anlage.
Pflichtprüfung an einer MaschineDer Dialog für TÜV-, UVV- und DGUV-Pläne im Reiter „Wartung“ der Maschine. Voller Editor wie in der Vorlage.

Toleranzen, Pflicht-Markierungen und Textpunkte legt also die Vorlage fest. Kommt eine solche Checkliste über die Vorlage an die Maschine und wird dort im kurzen Editor bearbeitet, bleiben Min, Max und Pflicht der übernommenen Punkte erhalten.

Eigene Änderung schützt vor dem Vorlagen-Abgleich
Wird ein Plan an der Maschine gespeichert — auch nur wegen der Checkliste —, gilt er ab sofort als angepasst. Spätere Änderungen an der Vorlage schlagen dann nicht mehr auf ihn durch, auch nicht bei Bezeichnung oder Intervall.

Drei Arten von Prüfpunkten

Ja/Nein (i.O.)
So heißt der Eintrag in der Auswahl. Im vollen Protokoll stehen drei Flächen zur Wahl: i.O., n.i.O. und n.z. — in Ordnung, nicht in Ordnung, nicht zutreffend. Im Rundgang wird der Punkt einfach abgehakt.
Messwert
Zahl mit Einheit, dazu ein Soll-Bereich aus Min und Max. Beim Ausfüllen steht die Toleranz unter dem Feld; ein Wert außerhalb wird rot markiert.
Text
Ein freies Feld für Beobachtungen, die sich nicht ankreuzen lassen. Nur im vollen Editor anzulegen.

Eine Checkliste in der Vorlage zusammenstellen

  1. 1
    Wartungspunkt öffnen
    Im Vorlagen-Dialog steht unter jedem Wartungspunkt der Abschnitt „Checkliste“.
  2. 2
    „Prüfpunkt hinzufügen“
    Jeder Punkt bekommt eine Bezeichnung und eine Art. Neue Punkte starten als Ja/Nein.
  3. 3
    Bei Messwerten den Rahmen setzen
    Einheit, Min und Max sind optional. Ohne Min und Max wird der Wert nur erfasst, nicht bewertet.
  4. 4
    Pflicht entscheiden
    Das Häkchen „Pflicht“ macht den Punkt zur Bedingung: ohne Antwort lässt sich weder das Protokoll speichern noch der Punkt im Rundgang mit „OK“ abschließen.
  5. 5
    Reihenfolge festlegen
    Die Pfeile nach oben und unten verschieben einen Punkt in der Liste. Genau in dieser Reihenfolge erscheinen die Punkte später beim Ausfüllen.
  6. 6
    Speichern
    Erst mit „Vorlage speichern“ ist die Checkliste gesichert.

Eine Checkliste direkt am Plan

Im zweiten Schritt des Plan-Dialogs steht eine Liste mit einem Eingabefeld „Weiteren Punkt eingeben …“. Darunter liegen Vorschläge — aus der passenden Wartungsvorlage der Maschine, sonst allgemeine wie „Sichtprüfung auf Schäden“ oder „Dichtungen auf Leckage prüfen“. Ein Tipp übernimmt den Vorschlag. Der Schalter „Messwert“ an einem Punkt macht ihn zur Zahleneingabe mit Einheit; Pfeile und Kreuz verschieben oder entfernen ihn.

Beim Protokollieren und im Rundgang

WegWie die Checkliste abgefragt wird
Voller Protokoll-DialogZwischen Zeit und Ersatzteilen. Pflicht-Punkte tragen einen Stern; fehlt eine Antwort, meldet Prodify „Bitte alle Pflicht-Prüfpunkte ausfüllen.“ und speichert nicht.
RundgangAls Abhakliste unter dem Punkt, Zähler „Checkliste · 2 von 5“. Messwerte und Textpunkte als Eingabefeld. Fehlt ein Pflichtpunkt, lässt sich „OK“ nicht abschließen. Bei „Auffällig“ stehen die Prüfpunkte als Auswahl bereit, worauf sich der Befund bezieht.
Sammel-AbschlussFragt keine Checkliste ab. Er ist für das pauschale Abhaken vieler Routinepunkte gedacht; wer die Prüfpunkte belegen muss, nimmt den Rundgang oder das volle Protokoll.

Nach dem Speichern stehen die Antworten im Wartungs-Detail und in der Tabelle des Nachweis-PDF: Bezeichnung links, Ergebnis rechts. Ja/Nein-Punkte erscheinen dort als i.O., n.i.O. oder n.z., Messwerte mit ihrer Einheit — und, falls sie den Soll-Bereich verlassen haben, mit dem Zusatz „(außerhalb Toleranz)“.

Prüfmittel sind ein eigenes System
Dieses Kapitel beschreibt die Checkliste innerhalb einer Wartung. Für gesetzlich prüfpflichtige Betriebsmittel gibt es unter „Pflichtprüfungen“ ein getrenntes Prüfsystem mit eigenen Gerätekategorien, Prüf-Schemas, Intervallen und revisionssicheren Protokollen — siehe die Kapitel „Geräteverzeichnis“ und „DGUV V3 · TÜV · UVV“.