Eine Checkliste hängt immer an einem einzelnen Wartungsplan. Wer diesen Plan im Rundgang abhakt oder vollständig protokolliert, bekommt die Prüfpunkte vorgelegt — als Ja/Nein, als Messwert mit Toleranz oder als Textfeld. Die Antworten stehen anschließend im Wartungs-Detail und im Nachweis-PDF.
- Ein Wartungspunkt in einer Vorlage oder ein Wartungsplan an einer Maschine
Wo Checklisten gepflegt werden
Am Maschinen-Typ gibt es keine Checkliste; der Typ verknüpft nur Vorlagen. Gepflegt wird an drei Stellen, und nicht jede bietet denselben Umfang:
| Stelle | Umfang und Wirkung |
|---|---|
| Wartungspunkt einer Wartungsvorlage | Einstellungen → Stammdaten → Wartungsvorlagen. Voller Editor mit allen drei Arten, Min/Max und Pflicht. Die Checkliste wird auf alle Maschinen mitgegeben, die diese Vorlage bekommen. |
| Wartungsplan an einer Maschine | Schritt 2 „Was wird geprüft?“ im Dialog „Wartungsplan anlegen“ oder beim Bearbeiten. Kurzer Editor: Punkte eintippen oder aus Vorschlägen übernehmen, jeder Punkt Ja/Nein oder Messwert mit Einheit. Gilt nur für diese eine Anlage. |
| Pflichtprüfung an einer Maschine | Der Dialog für TÜV-, UVV- und DGUV-Pläne im Reiter „Wartung“ der Maschine. Voller Editor wie in der Vorlage. |
Toleranzen, Pflicht-Markierungen und Textpunkte legt also die Vorlage fest. Kommt eine solche Checkliste über die Vorlage an die Maschine und wird dort im kurzen Editor bearbeitet, bleiben Min, Max und Pflicht der übernommenen Punkte erhalten.
Drei Arten von Prüfpunkten
Eine Checkliste in der Vorlage zusammenstellen
- 1Wartungspunkt öffnenIm Vorlagen-Dialog steht unter jedem Wartungspunkt der Abschnitt „Checkliste“.
- 2„Prüfpunkt hinzufügen“Jeder Punkt bekommt eine Bezeichnung und eine Art. Neue Punkte starten als Ja/Nein.
- 3Bei Messwerten den Rahmen setzenEinheit, Min und Max sind optional. Ohne Min und Max wird der Wert nur erfasst, nicht bewertet.
- 4Pflicht entscheidenDas Häkchen „Pflicht“ macht den Punkt zur Bedingung: ohne Antwort lässt sich weder das Protokoll speichern noch der Punkt im Rundgang mit „OK“ abschließen.
- 5Reihenfolge festlegenDie Pfeile nach oben und unten verschieben einen Punkt in der Liste. Genau in dieser Reihenfolge erscheinen die Punkte später beim Ausfüllen.
- 6SpeichernErst mit „Vorlage speichern“ ist die Checkliste gesichert.
Eine Checkliste direkt am Plan
Im zweiten Schritt des Plan-Dialogs steht eine Liste mit einem Eingabefeld „Weiteren Punkt eingeben …“. Darunter liegen Vorschläge — aus der passenden Wartungsvorlage der Maschine, sonst allgemeine wie „Sichtprüfung auf Schäden“ oder „Dichtungen auf Leckage prüfen“. Ein Tipp übernimmt den Vorschlag. Der Schalter „Messwert“ an einem Punkt macht ihn zur Zahleneingabe mit Einheit; Pfeile und Kreuz verschieben oder entfernen ihn.
Beim Protokollieren und im Rundgang
| Weg | Wie die Checkliste abgefragt wird |
|---|---|
| Voller Protokoll-Dialog | Zwischen Zeit und Ersatzteilen. Pflicht-Punkte tragen einen Stern; fehlt eine Antwort, meldet Prodify „Bitte alle Pflicht-Prüfpunkte ausfüllen.“ und speichert nicht. |
| Rundgang | Als Abhakliste unter dem Punkt, Zähler „Checkliste · 2 von 5“. Messwerte und Textpunkte als Eingabefeld. Fehlt ein Pflichtpunkt, lässt sich „OK“ nicht abschließen. Bei „Auffällig“ stehen die Prüfpunkte als Auswahl bereit, worauf sich der Befund bezieht. |
| Sammel-Abschluss | Fragt keine Checkliste ab. Er ist für das pauschale Abhaken vieler Routinepunkte gedacht; wer die Prüfpunkte belegen muss, nimmt den Rundgang oder das volle Protokoll. |
Nach dem Speichern stehen die Antworten im Wartungs-Detail und in der Tabelle des Nachweis-PDF: Bezeichnung links, Ergebnis rechts. Ja/Nein-Punkte erscheinen dort als i.O., n.i.O. oder n.z., Messwerte mit ihrer Einheit — und, falls sie den Soll-Bereich verlassen haben, mit dem Zusatz „(außerhalb Toleranz)“.