ProdifyHandbuch
Grundlagen

Erste Schritte

Vom ersten Login bis zum produktiven System — die empfohlene Reihenfolge.

≈ 8 min Lesezeit

Bei der Registrierung wählen Sie Ihre Branche, und Prodify baut daraus ein Werk mit Beispiel-Maschinen, Wartungsplänen und ersten Störungen. In den ersten fünf Minuten melden Sie vom Handy eine Störung und sehen sie am Bildschirm ankommen. Danach führt die Seite „Einrichtung“ in sechs Aufgaben zu Ihrem echten Betrieb: Maschinenliste, Team, Etiketten, Ersatzteile und Reparatur-Historie.

RELEVANT FÜR
AdministratorInstandhaltungsleiter
VORAUSSETZUNG
  • Eine E-Mail-Adresse oder ein Google- oder Microsoft-Konto
  • Anlagen-Liste als Excel oder CSV (für den Import)
ERGEBNIS
Stammdaten stehen, das Team ist eingeladen, der Betrieb kann arbeiten.

Registrieren

  1. 1
    Mit Google oder Microsoft starten, oder mit E-Mail
    Die beiden Knöpfe stehen oben: Name und Adresse kommen dann vom Konto, eine Bestätigungsmail und ein neues Passwort braucht es nicht. Wer lieber mit E-Mail startet, gibt auf der ersten Seite nur die geschäftliche E-Mail-Adresse ein.
  2. 2
    Link aus der Mail öffnen
    Prodify schickt eine Mail mit dem Knopf „Arbeitsbereich einrichten“ und einem sechsstelligen Code. Link und Code gelten 24 Stunden. Sperrt der Mailfilter Ihrer Firma den Link oder lesen Sie die Mail am Handy, tippen Sie den Code in das noch offene Prodify-Fenster. Vertippt bei der Adresse? „Andere Adresse“ führt zurück.
  3. 3
    Betrieb und Branche
    Schritt 1 von 2: Firmenname, Branche (Metall / CNC, Lebensmittel, Logistik / Lager, Kunststoff oder „Andere Branche“ mit freiem Feld) und ungefähr die Zahl der Maschinen: bis 10, 10–50, 50–200 oder mehr. Aus der Branche entstehen die Beispiel-Maschinen, Wartungspläne und ersten Störungen, die Maschinenzahl fließt später in die Tarif-Empfehlung ein.
  4. 4
    Zugang festlegen
    Schritt 2 von 2: Ihr Name und ein Passwort, das Auge im Feld zeigt die Eingabe. Wer einen Gutscheincode hat, gibt ihn über „Gutscheincode eingeben“ mit; ein Code aus einem Aktionslink steht schon drin. Dazu ein Häkchen für AGB und Auftragsverarbeitungsvertrag.
  5. 5
    „Werk anlegen“
    Erst jetzt entstehen Betrieb und Konto. Sie sind direkt angemeldet, und das Werk steht. Über Google oder Microsoft entfällt die Mail; dort gibt es auch kein Passwort.

Die ersten fünf Minuten

Nach „Werk anlegen“ öffnet sich ein Startbildschirm mit Ihrem Beispiel-Werk: Maschinen aus der Vorlage Ihrer Branche, die Wartungspläne sind schon ausgerollt. Rechts führen drei Schritte durch den Kernablauf von Prodify. Jeder zeigt sofort etwas auf dem Bildschirm.

  1. 1
    Handy verbinden
    Mit der Handykamera den QR-Code scannen; das Handy ist danach ohne erneute Anmeldung verbunden und zeigt dieselbe Halle. Alternativ auf dem Handy die angezeigte Adresse öffnen und den Code eintippen. Ohne Handy geht es mit „Am Bildschirm weiter“.
  2. 2
    Eine Störung melden
    Am Handy eine Maschine antippen, „Störung melden“, kurz beschreiben und senden — oder „Störung hier melden“ am Bildschirm. Die Meldung erscheint nach wenigen Sekunden am Bildschirm, und ein Zähler zeigt die Stillstandskosten seit der Meldung. Er rechnet mit einem Richtwert Ihrer Branche, den Sie später unter Einstellungen → Betrieb → Kostensätze anpassen.
  3. 3
    Jetzt Ihre echten Maschinen
    „Maschinenliste hochladen (Excel)“ oder „Erst mit den Beispielen weiterarbeiten“. Die Beispiele lassen sich später mit einem Knopf entfernen.
Später noch einmal ansehen
Mit „Später“ lässt sich der Startbildschirm überspringen. Solange die Beispiele noch da sind, steht auf der Seite „Einrichtung“ der Link „Bühne mit dem Handy wiederholen“.

Die Seite „Einrichtung“: sechs Aufgaben

Seitenleiste → Bereich „Verwaltung“ → „Einrichtung“. Der Eintrag ist für Administratoren und Instandhaltungsleiter sichtbar. Oben rechts zeigt ein Ring, wie viele Aufgaben erledigt sind, und welche als Nächstes dran ist. Die Reihenfolge ist ein Vorschlag, nichts ist Pflicht. Den Fortschritt erkennt Prodify selbst, Beispieldaten zählen dabei nicht mit. Auf der Startseite erinnert eine schmale Zeile daran, solange noch etwas offen ist.

AufgabeWas dahinter steckt
Werk mit Beispielen gestartetErledigt mit der Registrierung. Zeigt Branche, Zahl der Beispiel-Maschinen, Wartungspläne und Störungen.
Maschinenliste hochladenExcel-Vorlage laden, ausfüllen, hochladen: Kennung, Bezeichnung, Halle. Der Maschinen-Typ ordnet die Wartung automatisch zu.
Kollegen einladenFührt zu Einstellungen → Team & Geräte → Personen. Erledigt, sobald eine weitere Person dabei ist.
QR-Etiketten an die MaschinenFührt zum Etikettendruck für alle Maschinen, die noch kein Etikett haben. Die Aufgabe zählt mit, wie viele Maschinen schon beklebt sind.
Ersatzteile importierenTeile, Bestände, Lagerorte und „passt zu Maschine“ aus der eigenen Liste oder der Vorlage.
Reparatur-Historie importierenErledigte Störungen aus dem Altsystem, damit Reparatur-Navigator und Risiko-Monitor ab dem ersten Tag etwas wissen. Gesperrt, solange keine Maschine angelegt ist: Die Historie wird über die Maschinen-Kennung zugeordnet.

Alle Importe — Maschinen, Ersatzteile, Prüfmittel, Reparatur-Historie — liegen außerdem gesammelt unter Verwaltung → Daten importieren, mit der Liste der letzten Importe und „Zurücknehmen“. Jeder Import läuft gleich: Datei, Zuordnung, Probelauf, Ergebnis.

Am Handy: Link an sich selbst mailen
Excel-Import und Etikettendruck gehen am Rechner leichter. Am Handy steht bei diesen beiden Aufgaben deshalb der Knopf „Link an mich mailen“; die Mail öffnen Sie dann am Rechner.

Beispieldaten und Beispielbetrieb

Rechts neben den Aufgaben stehen zwei Karten. Die Karte „Beispieldaten“ nennt, was aus der Branchenvorlage angelegt wurde. „Beispiele entfernen“ löscht die Beispiel-Maschinen samt Wartungsplänen, Protokollen und Störungen — auch die Test-Störung vom Handy — sowie die Beispiel-Ersatzteile mit ihren Bewegungen. Abteilungen, Maschinen-Typen, Wartungsvorlagen und Störungsarten bleiben, denn die passen zu Ihren echten Maschinen. Empfohlen, sobald Ihre eigenen Maschinen drin sind.

Die Karte „Beispielbetrieb“ öffnet einen fertig eingerichteten Betrieb zum Ausprobieren, getrennt von Ihren Daten: zwölf Maschinen, zwei Jahre Störungen, Wartungen und ein gefülltes Lager. Dort darf man anlegen, löschen und auch etwas kaputt machen.

Team einladen

Der Weg: Seitenleiste → Verwaltung → Einstellungen → Bereich „Team & Geräte“ → Reiter „Personen“. Der Knopf „Personen einladen“ sitzt oben rechts, auf dem Handy über der Liste.

Team & Geräte, Unterbereich „Personen“
Team & Geräte, Unterbereich „Personen“
  1. 1Einladen — „Personen einladen“: mehrere Adressen auf einmal, die Rolle wird dabei gewählt.
  2. 2Unterbereiche — Personen, Gruppen & Rechte, Geräte, Wandboards und Geräte-Freigabe.
  3. 3Rolle — Direkt in der Zeile änderbar.
  4. 4Personen — Alle Konten mit Stand. Weitere Aktionen liegen im Drei-Punkte-Menü der Zeile.
  5. 5Werkstatt-Geräte — Konten mit PIN für geteilte Tablets in der Werkstatt.
  1. 1
    Adressen eintragen
    Mehrere auf einmal, eine pro Zeile oder mit Komma getrennt. Namen und Passwörter vergeben Sie nicht; beides trägt jede Person beim Annehmen selbst ein.
  2. 2
    „Was dürfen sie?“
    Eine der Rollen-Karten wählen — oder über „Eigene Gruppe wählen“ eine selbst angelegte Rechte-Gruppe. Dann kommen die Rechte vollständig aus dieser Gruppe.
  3. 3
    Einladung senden
    Jede Person bekommt eine Mail mit Link und Code und ist in einer Minute dabei. Kommt eine Mail nicht an, geben Sie den Code über „Code weitergeben“ direkt weiter.
  4. 4
    Mitarbeiter ohne E-Mail
    Wer nur am geteilten Hallen-Gerät meldet, braucht kein Konto mit E-Mail. Solche Konten entstehen unter Einstellungen → Team & Geräte → Geräte mit Name und PIN und zählen nicht auf das Kontingent.
RolleWas sie darf
AdministratorAlles, auch Abrechnung und Einstellungen.
InstandhaltungsleiterAlles im Betrieb, auch Kosten und Berichte. Keine Abrechnung.
TechnikerRepariert, macht Rundgänge und Prüfungen, bucht Teile. Keine Euro-Beträge.
MitarbeiterMeldet Störungen und sieht die übrigen Bereiche, ohne Leitstand, Berichte und Euro-Beträge.

Stammdaten: wo was liegt

Die Stammdaten liegen unter Einstellungen im Bereich „Stammdaten“. Die Reiter darin:

ReiterInhalt
Maschinen-TypenDie Vorlagen-Ebene: einmal pro Typ festlegen, gilt für alle Anlagen dieses Typs. Maschinen ohne Typ zeigt der Reiter an und schlägt passende Typen vor.
Störungsarten & AbteilungenBereiche wie Zerspanung oder Montage und die Störungsarten. „Halle“ und „Linie“ sind dagegen freie Felder direkt an der Maschine.
WartungsvorlagenWartungs- und Prüfaufgaben je Maschinen-Typ.
Prüfmittel-TypenKategorien für prüfpflichtige Geräte mit Prüfintervall und Norm.
DienstleisterFremdfirmen für Aufträge nach außen.
PflichtfelderWelche optionalen Felder bei Maschinen, Tickets und Ersatzteilen ausgefüllt sein müssen.
Logo und Adresse für Ihre Dokumente
Firmenname, Adresse und Logo, die auf Wartungsnachweisen, Störungsberichten und Aufträgen stehen, pflegen Sie unter Einstellungen → Betrieb → Firmendaten. Die Übersicht der Einstellungen weist darauf hin, wenn die Adresse noch fehlt.
Lieber zu wenige Maschinen-Typen als zu viele
Wenn zehn Anlagen denselben Wartungsplan haben, gehören sie zum selben Typ — auch wenn der Hersteller unterschiedlich ist. Jeder zusätzliche Typ bedeutet einen weiteren Satz Vorlagen, der gepflegt werden will.

Die Reihenfolge, wenn Sie von Hand anlegen

DER LOGISCHE PFAD
  1. 1
    1. Maschinentyp anlegen
    Einmal pro Anlagentyp, z. B. „CNC-Drehzentrum“.
  2. 2
    2. Wartungsvorlage erstellen
    Pro Typ: Wartungen, Intervalle und Prüfpunkte festlegen.
  3. 3
    3. Maschine anlegen
    Mit Typ bekommt die Anlage die passenden Wartungspläne vorgeschlagen.
  4. 4
    4. Etikett drucken
    Unter Verwaltung → Etiketten drucken, an der Anlage auf Augenhöhe anbringen.
  5. 5
    5. Pflichtprüfungen setzen
    DGUV V3, TÜV und UVV mit Prüfer und letzter Prüfung hinterlegen.
  6. 6
    6. Störungen melden lassen
    Mitarbeiter melden per QR-Scan; die Tickets durchlaufen den Ablauf.

Die Suche

Die Lupe in der Kopfzeile (oder ⌘K bzw. Strg+K, auch die Taste /) öffnet die Suche über alle Bereiche. Am Handy sitzt sie als Lupe oben auf der Startseite und als Suchzeile auf „Mehr“.

WasWie es arbeitet
Leer„Zuletzt geöffnet“ (auf diesem Gerät), die Aktionen Störung melden, Scannen, Maschine anlegen, Etiketten drucken und „Gehe zu“ mit den Bereichen, die zur eigenen Rolle gehören.
Ab zwei ZeichenTreffer in Gruppen: Maschinen, Tickets, Ersatzteile, Wartungspläne, Pflichtprüfungen, externe Aufträge — für Admin und Leitung auch Personen und Stammdaten. Je Gruppe fünf, „alle ansehen“ zeigt den Rest.
TicketsOffene und erledigte. Gefunden werden sie über Nummer, Titel, Beschreibung, die Maschine und die Lösung — „Motorschütz“ führt zu den Störungen, bei denen er getauscht wurde.
TolerantGroß/Klein und Umlaute sind egal („frase“ findet die Fräse), mehrere Wörter in beliebiger Reihenfolge. Gibt es keinen Treffer, wird ein Tippfehler je Wort verziehen — und das dazugesagt.
RechteEine Gruppe erscheint nur mit dem jeweiligen Ansehen-Recht. Euro-Beträge kommen in der Suche nicht vor.

Testphase

Ein neuer Betrieb testet Pro mit Prodify Intelligence, in der Regel 30 Tage lang; im Einzelfall kann davon abgewichen werden. Den Stand zeigt die Seite „Abrechnung“. In den letzten 14 Tagen erscheint für Administratoren zusätzlich ein Hinweisband über der App. Nach dem Ende bleiben 14 Tage lang Störungen melden und bearbeiten möglich, alles andere ist nur lesbar, bis ein Tarif gebucht ist. Einzelheiten im Kapitel „Tarife & Abrechnung“.