ProdifyHandbuch
Tägliche Arbeit

QR-Code-System

Etiketten in vier Vorlagen drucken und scannen: Störung melden, Maschine öffnen oder Teil buchen.

≈ 4 min Lesezeit

Jede Maschine, jedes Ersatzteil und jedes Prüfmittel hat einen eigenen QR-Code. Am Bedienpanel oder am Regalfach geklebt führt ein Scan direkt auf den richtigen Datensatz, ohne Liste und ohne Kennung im Kopf.

RELEVANT FÜR
Alle Rollen
VORAUSSETZUNG
  • Maschinen, Ersatzteile oder Prüfmittel angelegt
  • Drucker und Etikettenpapier oder ein Beschriftungsgerät
ERGEBNIS
Jeder Datensatz ist in der Halle mit einem Scan erreichbar.

Etiketten drucken

Die Seite liegt unter Verwaltung → Etiketten drucken und ist für alle Rollen offen. Direkt dorthin führen außerdem die Auswahl in der Maschinenliste und im Lager („… Etiketten drucken“) und die Aufgabe in der Einrichtung. Oben steht, wie viele Maschinen und Ersatzteile noch ohne Etikett sind. Prodify merkt sich, was schon gedruckt wurde: Beim Öffnen ist genau das ausgewählt, was noch kein Etikett hat.

„Etiketten drucken“ mit Aufkleber-Bogen und Vorschau
„Etiketten drucken“ mit Aufkleber-Bogen und Vorschau
  1. 1Womit druckt ihr? — Vier Vorlagen: Aufkleber-Bogen 70 × 36 mm, kleine Aufkleber 48,5 × 25,4 mm, Band 24 mm und Schild A5. Prodify merkt sich die Wahl.
  2. 2Maschinen · Teile — Umschalter mit der Zahl, wie viele noch kein Etikett haben.
  3. 3Nur ohne Etikett — Voreingestellt. Alles ohne Etikett ist schon ausgewählt; „Alle“ zeigt auch den Rest.
  4. 4Vorschau — Der Bogen so, wie er gedruckt wird.
  5. 5Ab Platz — Einen angefangenen Bogen weiternutzen: ab welchem Platz gedruckt wird.
  6. 6PDF erstellen — Erzeugt das PDF. In echter Größe drucken (100 %).
VorlageMaßWofür
Aufkleber-Bogen70 × 36 mm, 24 pro A4Standard für den Bürodrucker. An Maschinen die Folien-Ausführung nehmen, fürs Lager reicht Papier.
Kleine Aufkleber48,5 × 25,4 mm, 40 pro A4Regalfächer und Kleinteile-Kästen im Lager.
Band 24 mmein Etikett pro SeiteBeschriftungsgerät, z. B. Brother P-touch. Laminiertes Band hält Öl und Kühlschmierstoff aus.
Schild A52 pro A4 querMaschinen, die man von weitem erkennen soll. Laminieren oder in eine Hülle.

Auf jedem Etikett stehen QR-Code, Kürzel (bei Teilen die Artikelnummer), Name, Halle oder Lagerort und ein kurzer Satz, was der Scan bringt: „Störung? Scannen.“ an Maschinen, „Teil nachbestellen? Scannen.“ an Ersatzteilen. Die zuletzt gewählte Vorlage merkt sich der Betrieb.

  1. 1
    1 · Womit druckt ihr?
    Eine der vier Vorlagen wählen. Am Handy stehen sie zu zweit nebeneinander.
  2. 2
    2 · Was soll aufs Etikett?
    Reiter „Maschinen“ oder „Ersatzteile“, jeweils mit der Zahl ohne Etikett. „Nur ohne Etikett“ ist vorausgewählt, „Alle“ zeigt auch die schon beklebten zum Nachdrucken. Suche, Halle und Maschinen-Typ grenzen die Liste ein; jede Zeile zeigt „ohne Etikett“ oder „Etikett seit …“.
  3. 3
    3 · Vorschau
    Zeigt, wie viele Bogen oder Etiketten entstehen. Einen angefangenen Bogen nutzt man weiter, indem man bei „beginnen ab Platz“ den ersten freien Platz einträgt.
  4. 4
    PDF erstellen und drucken
    Das PDF hat die echten Maße. „Drucken“ öffnet es, „Herunterladen“ speichert es. Im Druckdialog 100 % bzw. „Tatsächliche Größe“ wählen, nicht „an Seite anpassen“. Beim Band das Beschriftungsgerät und das 24-mm-Band wählen.
  5. 5
    Anbringen
    Auf Augenhöhe neben dem Bedienpanel. Die gedruckten Einträge gelten danach als beklebt; „Rückgängig“ im selben Fenster nimmt das zurück.
Einzelnes Etikett drucken oder nachdrucken
Fällt ein Etikett ab, genügt an der Maschine im Reiter „Stammdaten & Doku“ beim QR-Code oder beim Ersatzteil der Knopf „Etikett nachdrucken“; bei Einträgen ohne Etikett heißt er „Etikett drucken“. Er nimmt die zuletzt gewählte Vorlage und öffnet das PDF sofort. Nach dem Anlegen einer Maschine steht „QR-Etikett drucken“ gleich im Fertig-Bildschirm.

Ist die Testphase abgelaufen und noch kein Tarif gebucht, lassen sich Etiketten weiter als PDF erzeugen. Nur das Vermerken als „beklebt“ entfällt dann.

Etiketten für Prüfmittel

Geräte unter Pflichtprüfungen bekommen ihre Etiketten nicht hier, sondern auf ihrer eigenen Seite über „QR-Etiketten drucken“, für eine Auswahl über „… Etiketten drucken“. Dort ist die Größe wählbar: 40 × 40, 50 × 50, 62 × 29 oder 70 × 36 mm einzeln, oder „DIN A4“ als Aufkleber-Bogen mit 24 Etiketten zu 70 × 36 mm, also derselbe Bogen wie oben. Auf dem Etikett stehen QR-Code und Inventarnummer.

Was beim Scan passiert

Am Rechner und Tablet liegt der Scanner in der Kopfzeile (QR scannen) und ist von jeder Seite aus erreichbar. Am Handy steht er auf der Startseite (Scannen) und in „Störung melden“ („QR-Code an der Maschine scannen“). Er liest den Code direkt im Browser, eine zusätzliche App ist nicht nötig. Bei Geräten mit mehreren Kameras lässt sich die Linse wechseln. Unter „Code scannen oder manuell eingeben“ kann der Inhalt auch eingetippt werden.

QR-Code anDer Scan im Prodify-Scanner öffnet
MaschineZuerst eine Rückfrage: „Störung melden“ oder „Maschine öffnen“.
TicketDie Störung mit Verlauf, Zeiten und Anhängen.
ErsatzteilDie Detailseite des Teils mit Bestand und Bewegungen.
PrüfmittelDie Geräteseite mit Prüfverlauf und nächster Fälligkeit.
Am Werkstatt-Tablet ohne Rückfrage
Im Kiosk-Modus springt der Scan sofort auf das Ziel, auch bei Maschinen. Die Rückfrage „melden oder öffnen“ gibt es dort bewusst nicht, weil am Tablet in der Halle jeder Klick zählt. Ist das Gerät als Werkstatt-Gerät gekoppelt, landet ein Maschinen-Scan auf der schlanken Werker-Ansicht statt auf der vollen Detailseite.

Scannen mit der Handy-Kamera

Gedruckte Maschinen- und Ersatzteil-Codes enthalten eine HTTPS-Adresse. Deshalb öffnet sie auch die normale Kamera-App des Handys, nicht nur der Scanner in Prodify. Ein Maschinen-Code führt dabei ohne Rückfrage auf die Maschine und öffnet gleich „Störung melden“, die Maschine ist schon eingetragen. Wer nicht angemeldet ist, landet zuerst auf der Anmeldeseite und danach am Ziel.

Ältere Etiketten tragen den internen Prodify-Code (prodify://…). Sie bleiben gültig, der Scanner in der App versteht beide Formate. Nachdrucken müssen Sie nur, wenn die Codes auch mit der Handy-Kamera geöffnet werden sollen. Etiketten von Prüfmitteln tragen weiterhin den internen Code und werden über den Scanner in der App gelesen.

Was Sie dafür brauchen

Ein Smartphone oder Tablet mit Kamera und Browser genügt; eigene Scanner-Hardware ist nicht nötig. Die Kamera gibt der Browser nur über eine gesicherte Verbindung frei. Im Betrieb ist das durch die Adresse der App gegeben. Für den Druck reicht ein Bürodrucker mit Aufkleber-Bogen; wer Etiketten für Öl und Kühlschmierstoff braucht, nimmt ein Beschriftungsgerät mit laminiertem 24-mm-Band.