ProdifyHandbuch
Auswertung & Kommunikation

Andon-Wallboard

Der Vollbild-Schirm für die Halle: koppeln per Code, rotierende Ansichten, Alarm bei kritischen Störungen — ohne Anmeldung und nur lesend.

≈ 6 min Lesezeit

Das Wandboard ist ein Vollbild-Schirm für die Halle: Verfügbarkeit, stehende Maschinen, offene Störungen, fällige Wartungen und Pflichtprüfungen wechseln sich in ruhiger Folge ab. Es zeigt dieselben Zahlen wie Bericht und Leitstand, läuft ohne Anmeldung, nimmt keine Eingaben entgegen und aktualisiert sich alle 15 Sekunden von selbst.

RELEVANT FÜR
AdministratorInstandhaltungsleiter
VORAUSSETZUNG
  • Bildschirm oder TV mit Browser
  • Maschinen und Störungen im System
ERGEBNIS
Jeder in der Halle sieht den Stand, ohne ein Gerät in die Hand zu nehmen.

Wofür der Schirm da ist

Das Wandboard beantwortet die Fragen, die sonst über Zuruf laufen: Steht eine Maschine, seit wann, ist jemand dran? Was wartet am längsten? Es ist bewusst nichts zum Bedienen — die Seite zeigt nur an. Wer eingreifen will, nimmt sein eigenes Gerät.

Läuft durchgehend
Der Zugang des Boards ist für rund zehn Jahre ausgestellt. Ein einmal aufgehängter Schirm meldet sich nicht ab und landet auch nach Verbindungsproblemen nicht auf der Anmeldeseite.
Nur Lesen
Der Zugang des Boards darf genau eine Sache: die Übersichtsdaten abrufen. Ändern, löschen oder anlegen ist damit nicht möglich.
Eine Zahl, eine Quelle
Der Schirm rechnet nichts selbst. Die Verfügbarkeit kommt aus derselben Rechnung wie der Management-Bericht (7 Tage, aus Stillstand), die Fälligkeiten aus den Wartungsplänen, die Pflichtprüfungen aus der Übersicht Geräte und Maschinen. TV und Bericht widersprechen sich nicht.

Wandbildschirm anschließen

Die Verwaltung liegt unter Verwaltung → Einstellungen, Bereich „Team & Geräte“, Reiter „Wandbildschirme“ — direkt neben den Werkstatt-Tablets, und der Weg ist derselbe: Der Fernseher zeigt einen Code, Sie geben ihn ein. Der Bereich ist Administratoren und Instandhaltungsleitern vorbehalten.

  1. 1
    Am Fernseher die Board-Adresse öffnen
    Im Browser des Schirms app.prodifysoftware.com/wallboard aufrufen. Da noch keine Kopplung besteht, zeigt der Schirm einen sechsstelligen Code in der Form ABC-123.
  2. 2
    Code in Prodify eingeben
    Unter Einstellungen → Team & Geräte → Wandbildschirme steht das Feld „Code vom Fernseher“ direkt oben in der Karte. Code eintippen, dem Bildschirm einen Namen geben (z. B. „Halle 1 · Fernseher am Meisterbüro“) und unter „Zeigt“ eine Halle wählen — oder „Firmenweit“ lassen. Dann „Koppeln“.
  3. 3
    Fertig
    Der Schirm fragt alle drei Sekunden nach und startet von selbst, sobald der Code eingelöst ist. Am Fernseher muss nichts abgetippt werden.
Eine Halle je Bildschirm
Ein Bildschirm mit Bereich „Halle 1“ zeigt nur die Maschinen, Störungen, Wartungen und Prüfungen dieser Halle — auch die Verfügbarkeit gilt dann für die Halle. Die Halle kommt aus dem Feld „Halle“ der Maschinen. Der Bereich lässt sich später über „Bearbeiten“ ändern; der Fernseher übernimmt es beim nächsten Abruf.
Der Code läuft ab
Ein Kopplungs-Code gilt 30 Minuten und lässt sich nur einmal einlösen. Läuft er ab, holt sich der Schirm selbständig einen neuen und zeigt ihn an. Im Code kommen bewusst keine Zeichen vor, die man verwechseln kann — also weder 0 und O noch 1, I und L.

Wer den Schirm lieber vom Schreibtisch aus vorbereitet, klickt unter der Kopplungs-Karte auf „Lieber einen Link erzeugen“, vergibt einen Namen und bekommt einen fertigen Link. Dieser Link wird nur in diesem Moment angezeigt und lässt sich danach nicht mehr abrufen — also gleich kopieren.

Der Link wird einmal auf dem Monitor geöffnet; danach merkt sich der Browser des Schirms den Zugang und entfernt ihn aus der Adresszeile. Wer den Link hat, sieht die Board-Daten. Er gehört deshalb nicht in offene Verteiler, sondern nur intern weitergegeben.

Bestehende Bildschirme verwalten

Die Liste zeigt je Bildschirm den Namen, den Bereich („Zeigt Halle 1“ oder „Zeigt Firmenweit“) und „Zuletzt gesehen“. Daraus ergibt sich der Zustand: Läuft (hat in den letzten 90 Sekunden Daten geholt), Nicht erreichbar (der Fernseher ist aus oder ohne Netz), Noch nie verbundenoder Gesperrt. Ist ein Bildschirm länger als eine Woche nicht aufgetaucht, weist auch die Übersicht im Bereich „Team & Geräte“ darauf hin.

KnopfWas passiert
BearbeitenName und Bereich (Halle oder Firmenweit) ändern. Wirkt beim nächsten Abruf des Fernsehers, spätestens nach 15 Sekunden.
TrennenDer Zugang ist sofort ungültig. Der Fernseher zeigt wieder einen Kopplungs-Code und lässt sich neu anschließen. Gedacht für einen verlorenen oder abgebauten Bildschirm.
Entfernen (Papierkorb)Nimmt den Bildschirm endgültig aus der Liste.

Was auf dem Schirm läuft

Der Schirm blättert durch mehrere Ansichten. Jede bleibt mindestens 22 Sekunden stehen; Listen-Ansichten bleiben so lange, bis jede Seite einmal sichtbar war — quer passen vier Zeilen auf eine Seite, hochkant acht, und jede Seite steht 7 Sekunden. Ein Streifen am oberen Rand und Punkte am unteren zeigen, wo im Durchlauf man gerade ist.

AnsichtWas sie zeigt
Werk-PulsEin großer Ring mit der Verfügbarkeit der letzten 7 Tage, gerechnet aus dem Stillstand — dieselbe Zahl wie im Management-Bericht, darunter die Vorwoche mit Pfeil. Oben rechts steht rot, welche Maschine steht, seit wann („steht seit 2 h 12“) und ob jemand dran ist. Daneben drei Kacheln: offene Störungen (davon wartet länger als eine Stunde, niemand dran), fällige Wartungen (davon überfällig), Pflichtprüfungen (Geräte und Maschinen, 14 Tage). Ganz unten die offenen Störungen je Abteilung.
Offene StörungenJe Zeile: Störung und Maschine, Maschinenstatus (steht seit … / in Wartung / läuft), wartet seit, wer dran ist („niemand dran“, Name mit Arbeitszeit oder Pause, „an Firma gegeben“) und die letzte Änderung. Sortiert nach dem, was die Halle braucht: steht → niemand dran → wartet am längsten. Rot heißt „Maschine steht“ — nach Maschinenstatus, nicht nach Prioritäts-Etikett.
WartungDie fälligen internen Wartungen aus den Wartungsplänen, nach Dringlichkeit geordnet. Externe Prüfungen stehen bei den Pflichtprüfungen, damit nichts doppelt zählt.
PflichtprüfungenGeräte (DGUV V3 …) und Maschinen (TÜV, UVV, Druckbehälter) in einer Liste, wie in der Übersicht des Pflichtprüfungen-Moduls — überfällig oder in den nächsten 14 Tagen fällig, mit der Rechtsgrundlage, sofern hinterlegt.
Ausfall-HotspotsDie acht Maschinen mit der meisten Stillstandszeit der letzten 30 Tage, daneben die häufigsten Fehlerarten im selben Zeitraum.
Störungs-TrendEröffnete gegen erledigte Störungen über acht Wochen, dazu die mittlere Reparaturzeit.
Leere Ansichten erscheinen gar nicht
Nur der Werk-Puls läuft immer mit. Alle anderen Ansichten tauchen erst auf, wenn es dazu auch Daten gibt — der Trend zum Beispiel erst, wenn mindestens drei der acht Wochen Bewegung zeigen. So steht nie eine halbleere Seite 22 Sekunden lang an der Wand.

Alarm: Maschine steht

Geht eine Maschine neu auf „steht“, legt sich ein rotes Vollbild über den Schirm: Maschine, Kennung, Halle, die gemeldete Störung, „steht seit“, „niemand dran“ und wer gemeldet hat. Der Durchlauf pausiert. Das Vollbild löst sich von selbst, sobald jemand die Störung übernimmt oder die Maschine wieder läuft — spätestens nach zwei Minuten kehrt der Schirm in die Rotation zurück. Solange eine Maschine steht, bleibt oben der rote Streifen „1 Maschine steht“. Das Signal ist der Maschinenstatus: Eine Störung mit Priorität „Kritisch“ an einer laufenden Maschine gibt nur den Streifen oben, kein Vollbild.

Ton ist aus, bis ihn jemand einschaltet
Zum Alarm gehört ein kurzer Doppelton, der aber standardmäßig aus ist. Browser lassen Ton erst zu, nachdem jemand am Gerät etwas angetippt hat — deshalb muss der Lautsprecher-Knopf in der Bedienleiste einmal direkt am Schirm gedrückt werden.

Die Bedienleiste am Bildschirm

Unten rechts liegen drei Knöpfe. Sie blenden sich nach vier Sekunden ohne Bewegung aus und kommen zurück, sobald jemand die Maus bewegt, den Schirm berührt oder eine Taste drückt.

KnopfWofür
Ton an / Ton ausSchaltet den Alarmton frei. Muss einmal am Gerät selbst gedrückt werden.
Hochformat / QuerformatStellt das Layout um — hochkant passen acht statt vier Zeilen auf eine Seite. Die Wahl bleibt in der Adresse stehen und übersteht ein Neuladen.
VollbildBlendet die Browser-Leisten aus.
Bei schwachen TV-Sticks
Hängt die Anzeige auf einem älteren Stick, hilft der Zusatz ?calm=1 in der Adresse. Damit läuft der Hintergrund sparsamer, die Inhalte bleiben gleich. Ein hochkant aufgehängter Schirm lässt sich direkt mit ?orientation=portrait starten.

Wandboard, Kiosk oder Leitstand?

Drei Oberflächen sehen auf einem großen Bildschirm ähnlich aus, lösen aber verschiedene Aufgaben.

WandboardKiosk-ModusLeitstand
Ansicht für die HalleScanner am Hallen-TabletArbeitsplatz der Leitung am Rechner
Ohne Anmeldung, nur LesenLäuft unter der angemeldeten SitzungPersönliches Konto mit Recht auf den Leitstand
Keine Eingaben möglichScan öffnet Maschine, Ticket oder ErsatzteilStörungen verteilen, Aufgaben und Notizen
Wechselt von allein durch die AnsichtenBleibt beim ScannerAnsichten Lage, Verteilen und Kennzahlen zum Umschalten
Vorschau ohne Kopplung
Wer in Prodify angemeldet ist und die Board-Adresse im selben Browser öffnet, sieht das Board sofort, ohne Kopplung und ohne Code — oben steht dann „Vorschau“, unten der Hinweis, dass dieser Browser kein gekoppelter Bildschirm ist. Das ist die schnelle Art, den Inhalt anzusehen, bevor ein Schirm aufgehängt wird. Deshalb zeigt der eigene Browser auch nach „Trennen“ oder Entfernen eines Bildschirms weiter das Board; der Fernseher ohne Anmeldung zeigt an derselben Adresse den Kopplungs-Code.