ProdifyHandbuch
Tägliche Arbeit

Leitstand

Für die Leitung: welche Maschine steht, wer woran arbeitet, was überfällig ist — in drei Ansichten Lage, Verteilen und Kennzahlen.

≈ 4 min Lesezeit

Der Leitstand beantwortet drei Fragen in drei Ansichten: Was steht, was ist gestört, was hängt fest und was ist fällig? Wer übernimmt die offenen Störungen? Und wie hat sich der Betrieb über die letzten Wochen entwickelt? Umgeschaltet wird oben rechts in der Kopfzeile.

RELEVANT FÜR
AdministratorInstandhaltungsleiterRechte-Gruppen mit „Leitstand und Berichte“
VORAUSSETZUNG
  • Angelegte Maschinen
  • Offene Störungen im System
ERGEBNIS
Sie wissen in einer Minute, was zuerst drankommt und wer es macht.

Wer den Leitstand sieht

Die Seite liegt in der Seitenleiste unter Tagesgeschäft → Leitstand. Sie hängt am Recht Leitstand ansehen: Administratoren und Instandhaltungsleiter haben es immer, für andere Personen kann der Administrator es über eine Rechte-Gruppe freigeben. Wer das Recht hat, startet am Rechner direkt im Leitstand; der Menüpunkt „Mein Tag“ entfällt dann. Ohne das Recht erscheint beim Aufruf „Kein Zugriff auf den Leitstand“.

Euro-Beträge nur mit eigenem Recht
Das Leitstand-Recht allein zeigt keine Euro-Beträge. Kosten, Produktionsausfall in Euro und den Stundensatz sehen nur Personen mit dem Recht Euro-Beträge sehen. Für alle anderen entfernt Prodify die Beträge schon vor dem Senden; sie sehen Stunden.

Drei Ansichten

AnsichtWas darin steht
LageKennzahlen der letzten sieben Tage und darunter die Blöcke „Steht oder gestört“, „Hängt fest“, „Überfällig“ und „Diese Woche“. Das ist die Startansicht.
VerteilenDas Brett „Einsatzplanung“: offene Störungen auf Personen verteilen.
KennzahlenDie Kosten bzw. die Arbeitszeit der letzten 30 Tage und fünf Diagramme mit dem Verlauf der letzten Wochen und Monate.

Die gewählte Ansicht steht in der Adresszeile — /leitstand?ansicht=verteilenoder ?ansicht=kennzahlen. Diese Adressen lassen sich als Lesezeichen ablegen oder verschicken. Die Seite lädt ihre Daten alle 30 Sekunden neu; sie kann also offen liegen bleiben.

Die Ansicht „Lage“
Die Ansicht „Lage“
  1. 1Drei Ansichten — Lage, Verteilen und Kennzahlen.
  2. 2Lage in vier Zahlen — Steht gerade, Stillstand der letzten 7 Tage mit Vorwoche, offene Störungen, neu gegen erledigt in 7 Tagen.
  3. 3Filter — Alle, Ohne Bearbeiter und Kritisch.
  4. 4Je Maschine — Eine Zeile je Maschine: seit wann sie steht oder gestört ist, ihre Störungen und „Zuweisen“.

Kopfzeile und Lage-Schild

In der Kopfzeile stehen der Titel, ein kurzes Schild, die Uhrzeit des Datenstands („Stand 07:42 Uhr“), der Umschalter zwischen den Ansichten und Ticket anlegen. Das Schild wird aus den offenen Störungen berechnet, nicht aus dem Maschinenstatus — eine defekte Lampe färbt den Leitstand also nicht rot.

SchildWann es erscheint
Lage kritischIm Block „Steht oder gestört“ steht mindestens eine Störung mit Priorität „kritisch“.
Lage angespanntDort steht mindestens eine mit Priorität „hoch“ — oder es liegt irgendwo noch eine offene Störung ohne Bearbeiter.
Lage stabilWeder noch.
Mit Prodify Intelligence
Ist das Paket aktiv, steht über den Kennzahlen die Kurzfassung des Tagesberichts mit dem Zusatz „erstellt HH:MM · Zahlen live“. Die Zahlen daneben (stehen, offene Störungen, ohne Bearbeiter, Wartungen überfällig) kommen live aus dem Leitstand. Ein Klick öffnet den ganzen Bericht.

Die Kennzahlen der Lage

Die Kennzahlen zählen die letzten sieben Tage, nicht die Kalenderwoche — am Montagmorgen stehen sie also nicht auf null.

KennzahlWas sie zählt
Steht geradeMaschinen, die gerade stehen, darunter wie viele davon eine kritische Störung haben. Ein Klick öffnet die Maschinenliste.
Stillstand 7 TageStillstandsstunden der letzten sieben Tage, auch laufende Ausfälle, darunter der Wert der Vorwoche. Mit Euro-Recht und hinterlegtem Satz steht davor der Betrag. Die Linie zeigt 12 Wochen.
Offene StörungenAlle nicht erledigten Störungen, darunter wie viele davon niemanden haben. Die Linie zeigt den Rückstand über 12 Wochen, ein Klick führt in die Ticketliste.
Neu / erledigt 7 TageNeu gemeldete gegen erledigte Störungen, dazu ein Satz wie „5 mehr neu als erledigt“.

Der Stillstand wird genauso gerechnet wie im Management-Report: von der Meldung bis „Erledigt“, bei einer noch stehenden Maschine bis jetzt, überlappende Tickets derselben Maschine einmal.

Die Blöcke der Lage

Steht oder gestört
Eine Zeile je Maschine, nicht je Ticket. Aufgenommen werden offene und laufende Störungen: kritisch und hoch sofort, mittel und niedrig ab vier Stunden. Sortiert nach Schwere, dann nach Dauer.
Hängt fest
Alle Tickets mit Status „wartet“, mit dem Grund und der echten Wartezeit seit dem Wechsel auf „wartet“. Wurde an eine Firma übergeben, steht deren Name daneben.
Überfällig und Diese Woche
Zwei getrennte Blöcke mit Wartungen, externen Pflichtprüfungen an Maschinen und Prüfmittel-Terminen. Pflichttermine tragen das Schild „Pflicht“ und stehen bei den überfälligen oben.

Steht oder gestört zeigt je Maschine Name und Kennung, dann „steht seit 3 Monaten“, wenn die Maschine steht, oder „gestört seit …“, wenn sie noch läuft. Darunter stehen die Stillstandsstunden bzw. „läuft noch“. Rechts daneben folgen bis zu drei Störungen der Maschine mit Priorität und dem Zusatz „in Arbeit“, ganz rechts die Bearbeiter. Über dem Block sitzen die Filter Alle, Ohne Bearbeiter und Kritisch, jeweils mit der Zahl der Maschinen.

  1. 1
    „Zuweisen“ klicken
    Der Knopf erscheint in jeder Zeile, in der eine Störung noch niemanden hat.
  2. 2
    Person wählen
    Die Auswahl zeigt je Person den Stand, etwa „Tim Berger · Frei · 2 offen · 0 in Arbeit“. Wer gerade nichts in Arbeit hat, steht oben.
  3. 3
    Fertig
    Die Zuweisung ist sofort gespeichert und im Ticket sichtbar, ohne das Ticket zu öffnen.

Störungen ohne Maschine stehen unter dem Block in einer eigenen Zeile „Ohne Anlage“ mit dem Hinweis, die Anlage im Ticket zuzuordnen. Ganz unten steht, wie viele Anlagen ohne Störung laufen. Liegt noch etwas ohne Bearbeiter, führt Alle verteilen in die Ansicht Verteilen.

In Hängt fest steht die Wartezeit als „wartet seit 4 Tagen“. Bei Tickets, die schon vor dieser Zählung auf „wartet“ standen und im Protokoll keinen Zeitpunkt haben, steht „seit unbekannt“. Fehlt der Grund, steht dort „Kein Grund hinterlegt“ mit dem Knopf Grund nachtragen. Er öffnet dieselbe Auswahl wie beim Pausieren; das Ticket bleibt dabei auf „wartet“.

Zeile in „Überfällig“ / „Diese Woche“Wohin der Klick führt
Wartungspunkte einer Maschine, zusammengefasst („3 Wartungspunkte“)Rundgang starten
Externe Pflichtprüfung an einer Maschine (TÜV, UVV)Plan öffnen — der Wartungsreiter der Maschine
Prüfmittel-Termin (DGUV V3, BetrSichV)Gerät öffnen

Überfällige Einträge tragen ihr Alter („seit 6 Monaten“), die der laufenden Woche das Datum. „Diese Woche“ reicht bis Sonntag. Alle im Kopf der Blöcke führt zur Wartung.

Verteilen

Die zweite Ansicht heißt Einsatzplanung und ist ein Brett mit einer Spalte je Person. In der Kopfzeile steht, wie viele Störungen unzugewiesen und wie viele insgesamt offen sind. Ganz links liegt der Eingang Unzugewiesen; rechts davon bekommt jeder eine Spalte, der Tickets bearbeiten darf. Tickets, die jemandem außerhalb dieser Liste gehören, sammelt eine Spalte Andere.

Die Ansicht „Verteilen“
Die Ansicht „Verteilen“
  1. 1Unzugewiesen — Offene Störungen ohne Bearbeiter, die dringendsten oben.
  2. 2Je Person — Eine Spalte je Techniker mit Auslastung. Karten per Ziehen zuweisen oder über das Personen-Symbol.

Im Spaltenkopf steht die Auslastung („2 in Arbeit · 3 offen“, dazu die Zahl der kritischen) und zwei Verknüpfungen, Kanban und Liste, die die Ticketliste auf genau diese Person filtern.

  1. 1
    Karte greifen
    Jede Karte zeigt Priorität, Zeit seit der Meldung, Titel, Vorgangsnummer und Anlage. Innerhalb einer Spalte stehen kritische Störungen oben.
  2. 2
    Auf eine Spalte ziehen
    Die Zuweisung wird sofort gespeichert und ist im Ticket und in der Lage-Ansicht zu sehen.
  3. 3
    Oder über das Personen-Symbol
    Der Knopf unten rechts auf der Karte öffnet dieselbe Auswahl. „Keine Zuweisung“ nimmt die Zuweisung wieder zurück.
Auf schmalen Bildschirmen wird aus dem Brett eine Liste
Unter etwa 1024 Pixel Breite — also auf dem Handy und auf dem Tablet im Hochformat — zeigt Prodify statt der nebeneinanderliegenden Spalten eine Reihe von Umschalt-Knöpfen und darunter die Karten der gewählten Spalte. Gezogen wird dort nicht; zugewiesen wird über das Personen-Symbol auf der Karte.

Kennzahlen

Die dritte Ansicht ist die Rückschau — gedacht für die Monatsbesprechung und für die Frage, ob eine Maßnahme etwas gebracht hat. Oben steht eine Karte zu den letzten 30 Tagen: Mit Euro-Recht heißt sie Instandhaltung 30 Tage und zeigt die Kosten, aufgeteilt in Arbeit, Teile und Extern, dazu bei hinterlegtem Stillstandssatz den Satz „Auf 1 € Instandhaltung kommen … € Produktionsausfall“. Ohne Euro-Recht heißt sie Arbeitszeit 30 Tage und zeigt die Stunden, aufgeteilt in Störungen und Wartung.

Die Ansicht „Kennzahlen“
Die Ansicht „Kennzahlen“
  1. 1Kosten 30 Tage — Instandhaltungskosten, aufgeteilt in Arbeit, Teile und Extern. Ohne das Recht „Euro-Beträge sehen“ steht hier die Arbeitszeit.
  2. 2Neu und erledigt — Je Woche, über die letzten 12 Wochen.
  3. 3Rückstand — Wie viele Störungen offen waren, Woche für Woche.
DiagrammWas es zeigt
Neu gemeldet und erledigtZwei Balken je Woche über 12 Wochen. Stehen die erledigten dauerhaft unter den neuen, wächst der Rückstand.
RückstandDie Zahl der offenen Störungen am Ende jeder Woche, 12 Wochen lang.
Ausfallzeit je WocheStillstandsstunden je Woche, mit derselben Rechnung wie im Management-Report. Mit Euro-Recht und hinterlegtem Satz steht über dem Diagramm, mit welchem Satz bewertet wird, und der Tooltip zeigt zusätzlich den Betrag.
Anlagen mit der meisten AusfallzeitDie sechs Anlagen mit den meisten Stillstandsstunden der letzten 90 Tage als liegende Balken; der oberste ist der größte Verlustbringer. Heißen zwei Anlagen gleich, steht die Kennung dabei.
Ø Reparaturzeit je MonatDie mittlere Reparaturzeit über sechs Monate. Korrektur-Tickets zählen nicht mit.

Verluste in Euro statt in Stunden

Ohne hinterlegten Kostensatz rechnet der Leitstand in Stunden. Erst die firmenweiten Kosten pro Stillstandstunde machen daraus Euro: Stillstandsminuten geteilt durch 60, mal Satz. Es gibt genau einen Satz, und er wird für alle Anlagen gleich angesetzt.

  1. 1
    Einstellungen öffnen
    Seitenleiste, Bereich „Verwaltung“, darin „Einstellungen“ wählen.
  2. 2
    Bereich „Betrieb“ wählen
    Die Bereiche stehen am Rechner links.
  3. 3
    „Kostensätze“ öffnen
    Dort stehen die Kosten pro Stillstandstunde und der Betriebssatz Instandhaltung.
  4. 4
    Satz eintragen und speichern
    Richtwert ist der Maschinenstundensatz oder der entgangene Deckungsbeitrag pro Stunde.
Der Satz wirkt an mehreren Stellen
Er speist den Betrag unter „Stillstand 7 Tage“, das Wochendiagramm der Ausfallzeit, das Verhältnis in der Karte „Instandhaltung 30 Tage“, den Produktionsausfall im Management-Report und die Standzeit-Kosten auf den Maschinenseiten. Ohne Satz bleibt überall die Stundenangabe stehen — es wird nichts geschätzt.

Auf Handy und Tablet

Am Handy zeigt die Lage vier Kennzahlen: Steht gerade, Ohne Bearbeiter, Stillstand 7 Tage und Überfällig mit der Zahl der Pflichttermine. Jeder Block zeigt drei Zeilen und darunter „Alle zeigen“; die Maschinen erscheinen als Karten, ein Tipp öffnet die erste Störung. Der Umschalter zwischen den Ansichten nimmt eine eigene Zeile ein, und „Ticket anlegen“ schrumpft auf das Plus-Symbol.