ProdifyHandbuch
Auswertung & Kommunikation

Geräte & PIN-Login

Geteilte Firmengeräte einmal registrieren — Werker melden sich per Namens-Auswahl und PIN an, ganz ohne E-Mail.

≈ 6 min Lesezeit

Ein Tablet in der Halle oder ein Werkstatt-Handy wird einmal vom Administrator eingerichtet und gekoppelt. Danach tippen die Mitarbeiter am Gerät ihren Namen an und geben eine PIN ein, ohne E-Mail und ohne Passwort. Nach der Anmeldung erscheint nicht die volle App, sondern die Werkstatt-Oberfläche mit der Arbeit dieser Person.

RELEVANT FÜR
AdministratorInstandhaltungsleiter
VORAUSSETZUNG
  • Tablet oder Handy in der Halle
  • Tarif mit Geräte-Kontingent (siehe unten)
ERGEBNIS
Mitarbeiter melden Störungen und arbeiten Tickets am geteilten Gerät ab, und jede Meldung bleibt einer Person zugeordnet.

Wofür der Geräte-Modus gemacht ist

Geteiltes Hallen-Tablet
Mehrere Mitarbeiter nutzen dasselbe Gerät. Statt eines anonymen Sammel-Kontos tippt jeder seinen Namen an und gibt seine PIN ein.
Kurze Wege
Namen antippen, PIN, „Störung melden“. Nach 8 Minuten ohne Bedienung meldet das Gerät die Person wieder ab.
Mitarbeiter ohne E-Mail-Konto
Wer nur am Gerät arbeitet, braucht keinen vollwertigen Zugang. Name und PIN genügen, und das belastet das Nutzer-Kontingent nicht.

Kiosk-Modus oder Geräte-Modus?

Beide laufen auf Tablets in der Halle und lösen verschiedene Aufgaben. Der Kiosk-Modus ist eine Scanner-Seite innerhalb einer laufenden Sitzung. Der Geräte-Modus ist eine eigene Anmeldeart, bei der jede Aktion auf die Person läuft, die gerade ihre PIN eingegeben hat.

Kiosk-ModusGeräte-Modus
Läuft unter dem Konto, das am Gerät angemeldet istJede Person meldet sich mit Namen und eigener PIN an
Zeigt Kamera und Code-Feld, sonst nichtsZeigt den Start der Person mit Tickets, Wartung und Maschinen
Kein automatisches AbmeldenAbmeldung nach 8 Minuten ohne Bedienung
Aus der laufenden App über das Benutzer-Menü erreichbarWird einmal vom Administrator eingerichtet und gekoppelt
Am Werkstatt-Gerät braucht es den Kiosk nicht
Der Start der Werkstatt-Oberfläche hat einen eigenen Knopf „QR scannen“. Ein gescannter Maschinen-Code führt dort direkt zu „Störung melden“ oder zur Maschine, und die Meldung läuft auf die angemeldete Person.

Zwei Arten, ein Gerät zu betreiben

Beim Einrichten fragt Prodify zuerst: „Wer meldet sich an diesem Gerät an?“ Die Antwort legt fest, wie das Gerät arbeitet.

Jede Person mit eigener PINDas Gerät selbst, eine PIN
Pro Person ein Name und eine eigene PINEine einzige Geräte-PIN, keine Personen
Am Gerät erscheint die Namensauswahl „Wer arbeitet hier?“Das Gerät springt direkt zur PIN-Eingabe
Tickets und Zeiten laufen auf die PersonTickets laufen auf das Gerät bzw. den Standort
Für Teams in der WerkstattFür ein Terminal, an dem jeder kurz etwas meldet
Eine Art je Gerät
Ein Gerät mit eigener PIN zeigt keine Personen, und seine Kennung erscheint auf keinem anderen Tablet. Ist bei einem Personen-Gerät nur eine einzige Person zugelassen, überspringt das Gerät die Auswahl und zeigt sofort das PIN-Feld.

Gerät einrichten und koppeln

Der Weg: Seitenleiste → Verwaltung → Einstellungen → Bereich „Team & Geräte“ → Unterpunkt „Geräte“. Der Bereich ist Administratoren und Instandhaltungsleitern vorbehalten.

  1. 1
    „Gerät registrieren“
    Es öffnet sich „Werkstatt-Tablet einrichten“. Zuerst die Art wählen. Bei „Jede Person mit eigener PIN“ steht gleich dabei, wie viele Personen schon eine PIN haben und wie viele noch nicht.
  2. 2
    Name, Standort, PIN
    Einen Namen vergeben (z. B. „Tablet Halle 1“) und optional einen Standort. Beim Gerät mit eigener PIN kommt die Geräte-PIN dazu. Über „Nur bestimmte Personen zulassen“ lässt sich die Namensauswahl einschränken; ohne diese Einschränkung erscheinen alle Mitarbeiter und Techniker mit PIN.
  3. 3
    „Weiter: Koppeln“
    Prodify zeigt einen QR-Code und einen achtstelligen Code in der Form „24BY-WSWM“, dazu die Anleitung für das Tablet. Fehlt jemandem noch die PIN, steht ein Hinweis mit „PIN setzen“ darunter.
  4. 4
    Am Tablet koppeln
    Prodify öffnen, auf der Anmeldeseite „Gerät koppeln“ tippen, dann „Kopplungs-QR scannen“ oder den Code eintippen und „Koppeln“.
  5. 5
    Gültigkeit beachten
    Der Code gilt 30 Minuten und lässt sich einmal einlösen. Ist er abgelaufen, erzeugt „Neuer Code“ in der Geräteliste einen frischen und zeigt ihn gleich wieder mit QR-Code an.
  6. 6
    Fertig
    Ab jetzt zeigt das Gerät beim Aufruf von Prodify die Namensauswahl bzw. das PIN-Feld statt der E-Mail-Anmeldung. Die Kopplung übersteht das Schließen des Browsers.
Den QR nicht mit der Kamera-App scannen
Auf iPhone und iPad schlägt das fehl: Die Kamera-App öffnet den Link in einem eigenen Browser-Fenster mit eigenem Speicher, die Kopplung landet dort, und die eigentliche App bleibt ungekoppelt. Der richtige Weg ist der Knopf „Kopplungs-QR scannen“ auf der Anmeldeseite: Der Scanner läuft dann innerhalb von Prodify, und die Kopplung kommt am richtigen Ort an. Alternativ den achtstelligen Code von Hand eintippen.

Eine Kopplung hält, solange das Gerät benutzt wird: Jede Anmeldung per PIN verlängert sie. Ein Gerät, an dem sich 60 Tage lang niemand angemeldet hat, muss neu gekoppelt werden.

Die Geräteliste

Je Gerät stehen Name, Zustand, Standort und „Zuletzt aktiv“ in der Liste. Ist ein Gerät noch nicht gekoppelt, steht „Kopplung offen“ mit dem Code dabei; bleibt das länger so, weist auch die Übersicht der Einstellungen darauf hin.

KnopfWas passiert
Neuer CodeErzeugt einen frischen Kopplungs-Code und zeigt ihn mit QR-Code an. Nötig, wenn der alte abgelaufen oder schon eingelöst ist.
BearbeitenName, Standort und zugelassene Personen ändern.
WiderrufenDas Gerät ist sofort gesperrt; niemand kann sich dort mehr anmelden.
LöschenEntfernt das Gerät. Bei einem Gerät mit eigener PIN verschwindet dessen Kennung mit.

Mitarbeiter anlegen und PINs vergeben

Unter demselben Unterpunkt steht der Abschnitt „Geräte-Mitarbeiter & PINs“. Er listet alle Mitarbeiter und Techniker des Betriebs, auch die mit E-Mail-Konto, und zeigt je Zeile „PIN aktiv“ oder „Keine PIN“.

  1. 1
    „Mitarbeiter (ohne E-Mail)“
    Legt eine Person nur mit Namen und Start-PIN an, ganz ohne E-Mail-Adresse. Sie erscheint danach in der Namensauswahl am Gerät.
  2. 2
    Art des Mitarbeiters wählen
    Der Dialog fragt, ob es ein Produktionsmitarbeiter ist (meldet Störungen, bekommt keine zugewiesen) oder ein Techniker bzw. Instandhalter (bearbeitet Störungen und Wartungen und erscheint im Leitstand beim Verteilen). Auf diesem Weg entstehen also auch Techniker ohne E-Mail-Konto.
  3. 3
    PIN setzen oder ändern
    Jede PIN hat 6 bis 8 Ziffern. Leicht zu erratende PINs wie 111111, 123456, 121212 oder 123123 lehnt Prodify ab. Auch Konten mit E-Mail bekommen ihre PIN hier.
  4. 4
    PIN-Änderung nur durch den Administrator
    PINs werden ausschließlich hier gesetzt oder geändert. Eine Selbstbedienung am Gerät gibt es nicht.
Ohne PIN nicht am Tablet
Am Gerät erscheinen nur Personen, die eine PIN haben. Wer neu angelegt wurde, aber noch keine PIN hat, taucht in der Namensauswahl erst auf, wenn sie gesetzt ist.
Die Art lässt sich nicht nebenbei korrigieren
Wer versehentlich als Produktionsmitarbeiter angelegt wurde, taucht im Leitstand nicht in der Verteilliste auf. Die Rolle wird dann unter Einstellungen → Team & Geräte → Personen geändert.

Was die Person danach sieht

Nach der PIN landet die Person nicht im Dashboard, sondern in der Werkstatt-Oberfläche: oben eine schmale Zeile mit Gerätenamen, Standort und ihrem Namen, rechts „Abmelden“. Darunter „Hallo, …“ mit „QR scannen“ und „Störung melden“, die eigenen Tickets, offene Störungen ohne Bearbeiter und die Wartung von heute. Ticket und Rundgang laufen genauso wie am Handy. Einstellungen, Leitstand, Berichte und Abrechnung sind dort nicht erreichbar. Die Seiten im Einzelnen beschreibt das Kapitel „Werkstatt-Oberfläche“.

Administratoren bekommen die volle App
Per PIN melden sich nur Mitarbeiter und Techniker an. Meldet sich ein Administrator oder Instandhaltungsleiter am selben Gerät mit E-Mail an, sieht er die vollständige Anwendung.

Wie sicher ist das?

SchutzWie es funktioniert
PINs verschlüsseltPINs werden nie im Klartext gespeichert.
Sperre bei FehlversuchenNach 5 falschen PINs sperrt die PIN. Jede weitere Sperre in Folge dauert länger: 1, 5, 15, dann 60 Minuten. Erst eine richtige PIN setzt das zurück. Jede Sperre steht im Protokoll.
MinutenbremseZusätzlich sind je Adresse nur wenige Anmeldeversuche pro Minute möglich.
Keine leichten PINsGleiche Ziffern, Zahlenreihen und Wiederholungsmuster werden beim Setzen abgelehnt.
Nur freigegebene PersonenAm Gerät erscheinen ausschließlich zugelassene Personen mit PIN. Die Anmeldung prüft dieselbe Regel.
Rollen-GrenzePer PIN melden sich nur Mitarbeiter und Techniker an. Am geteilten Gerät gibt es keine Admin-Rechte.
Kurze SitzungenEine Sitzung am Tablet dauert höchstens 12 Stunden. Arbeitet niemand am Gerät, wird sie nicht verlängert. Abmelden beendet sie auch auf dem Server.
Keine Euro-Beträge ohne RechtKostensätze und Ausfall in Euro sieht am Tablet nur, wer das Recht „Euro-Beträge sehen“ hat.

Wie viele Geräte sind enthalten?

TarifGeräte
Basic1 Gerät
Pro5 Geräte
EnterpriseUnbegrenzt
Geräte-Mitarbeiter zählen nicht auf das Nutzer-Kontingent
Mitarbeiter mit Namen und PIN, aber ohne E-Mail, werden bei der Nutzerzahl des Tarifs nicht mitgezählt. Sie können also beliebig viele davon anlegen. Begrenzt ist nur die Zahl der Geräte selbst.

Nebenan: Wandboards

Neben „Geräte“ liegt im selben Bereich der Unterpunkt „Wandboards“. Dort werden die Monitore für das Hallen-Board verwaltet: Der Fernseher zeigt beim ersten Aufruf einen kurzen Code, der hier über „Gerät koppeln“ eingetragen wird. Danach läuft das Board dauerhaft und ohne Anmeldung. Ein Board lässt sich jederzeit sperren oder mit einem neuen Link versehen; der alte funktioniert dann nicht mehr. Was das Board anzeigt, steht im Kapitel „Andon-Wallboard“.

Ein Board-Link ist ein Schlüssel
Wer den Link hat, sieht die Board-Daten, lesend, aber ohne Anmeldung. Nur intern weitergeben. Bei Zweifeln das Board sperren oder einen neuen Link erzeugen.