Ein Tablet in der Halle oder ein Werkstatt-Handy wird einmal vom Administrator eingerichtet und gekoppelt. Danach tippen die Mitarbeiter am Gerät ihren Namen an und geben eine PIN ein, ohne E-Mail und ohne Passwort. Nach der Anmeldung erscheint nicht die volle App, sondern die Werkstatt-Oberfläche mit der Arbeit dieser Person.
- Tablet oder Handy in der Halle
- Tarif mit Geräte-Kontingent (siehe unten)
Wofür der Geräte-Modus gemacht ist
Kiosk-Modus oder Geräte-Modus?
Beide laufen auf Tablets in der Halle und lösen verschiedene Aufgaben. Der Kiosk-Modus ist eine Scanner-Seite innerhalb einer laufenden Sitzung. Der Geräte-Modus ist eine eigene Anmeldeart, bei der jede Aktion auf die Person läuft, die gerade ihre PIN eingegeben hat.
| Kiosk-Modus | Geräte-Modus |
|---|---|
| Läuft unter dem Konto, das am Gerät angemeldet ist | Jede Person meldet sich mit Namen und eigener PIN an |
| Zeigt Kamera und Code-Feld, sonst nichts | Zeigt den Start der Person mit Tickets, Wartung und Maschinen |
| Kein automatisches Abmelden | Abmeldung nach 8 Minuten ohne Bedienung |
| Aus der laufenden App über das Benutzer-Menü erreichbar | Wird einmal vom Administrator eingerichtet und gekoppelt |
Zwei Arten, ein Gerät zu betreiben
Beim Einrichten fragt Prodify zuerst: „Wer meldet sich an diesem Gerät an?“ Die Antwort legt fest, wie das Gerät arbeitet.
| Jede Person mit eigener PIN | Das Gerät selbst, eine PIN |
|---|---|
| Pro Person ein Name und eine eigene PIN | Eine einzige Geräte-PIN, keine Personen |
| Am Gerät erscheint die Namensauswahl „Wer arbeitet hier?“ | Das Gerät springt direkt zur PIN-Eingabe |
| Tickets und Zeiten laufen auf die Person | Tickets laufen auf das Gerät bzw. den Standort |
| Für Teams in der Werkstatt | Für ein Terminal, an dem jeder kurz etwas meldet |
Gerät einrichten und koppeln
Der Weg: Seitenleiste → Verwaltung → Einstellungen → Bereich „Team & Geräte“ → Unterpunkt „Geräte“. Der Bereich ist Administratoren und Instandhaltungsleitern vorbehalten.
- 1„Gerät registrieren“Es öffnet sich „Werkstatt-Tablet einrichten“. Zuerst die Art wählen. Bei „Jede Person mit eigener PIN“ steht gleich dabei, wie viele Personen schon eine PIN haben und wie viele noch nicht.
- 2Name, Standort, PINEinen Namen vergeben (z. B. „Tablet Halle 1“) und optional einen Standort. Beim Gerät mit eigener PIN kommt die Geräte-PIN dazu. Über „Nur bestimmte Personen zulassen“ lässt sich die Namensauswahl einschränken; ohne diese Einschränkung erscheinen alle Mitarbeiter und Techniker mit PIN.
- 3„Weiter: Koppeln“Prodify zeigt einen QR-Code und einen achtstelligen Code in der Form „24BY-WSWM“, dazu die Anleitung für das Tablet. Fehlt jemandem noch die PIN, steht ein Hinweis mit „PIN setzen“ darunter.
- 4Am Tablet koppelnProdify öffnen, auf der Anmeldeseite „Gerät koppeln“ tippen, dann „Kopplungs-QR scannen“ oder den Code eintippen und „Koppeln“.
- 5Gültigkeit beachtenDer Code gilt 30 Minuten und lässt sich einmal einlösen. Ist er abgelaufen, erzeugt „Neuer Code“ in der Geräteliste einen frischen und zeigt ihn gleich wieder mit QR-Code an.
- 6FertigAb jetzt zeigt das Gerät beim Aufruf von Prodify die Namensauswahl bzw. das PIN-Feld statt der E-Mail-Anmeldung. Die Kopplung übersteht das Schließen des Browsers.
Eine Kopplung hält, solange das Gerät benutzt wird: Jede Anmeldung per PIN verlängert sie. Ein Gerät, an dem sich 60 Tage lang niemand angemeldet hat, muss neu gekoppelt werden.
Die Geräteliste
Je Gerät stehen Name, Zustand, Standort und „Zuletzt aktiv“ in der Liste. Ist ein Gerät noch nicht gekoppelt, steht „Kopplung offen“ mit dem Code dabei; bleibt das länger so, weist auch die Übersicht der Einstellungen darauf hin.
| Knopf | Was passiert |
|---|---|
| Neuer Code | Erzeugt einen frischen Kopplungs-Code und zeigt ihn mit QR-Code an. Nötig, wenn der alte abgelaufen oder schon eingelöst ist. |
| Bearbeiten | Name, Standort und zugelassene Personen ändern. |
| Widerrufen | Das Gerät ist sofort gesperrt; niemand kann sich dort mehr anmelden. |
| Löschen | Entfernt das Gerät. Bei einem Gerät mit eigener PIN verschwindet dessen Kennung mit. |
Mitarbeiter anlegen und PINs vergeben
Unter demselben Unterpunkt steht der Abschnitt „Geräte-Mitarbeiter & PINs“. Er listet alle Mitarbeiter und Techniker des Betriebs, auch die mit E-Mail-Konto, und zeigt je Zeile „PIN aktiv“ oder „Keine PIN“.
- 1„Mitarbeiter (ohne E-Mail)“Legt eine Person nur mit Namen und Start-PIN an, ganz ohne E-Mail-Adresse. Sie erscheint danach in der Namensauswahl am Gerät.
- 2Art des Mitarbeiters wählenDer Dialog fragt, ob es ein Produktionsmitarbeiter ist (meldet Störungen, bekommt keine zugewiesen) oder ein Techniker bzw. Instandhalter (bearbeitet Störungen und Wartungen und erscheint im Leitstand beim Verteilen). Auf diesem Weg entstehen also auch Techniker ohne E-Mail-Konto.
- 3PIN setzen oder ändernJede PIN hat 6 bis 8 Ziffern. Leicht zu erratende PINs wie 111111, 123456, 121212 oder 123123 lehnt Prodify ab. Auch Konten mit E-Mail bekommen ihre PIN hier.
- 4PIN-Änderung nur durch den AdministratorPINs werden ausschließlich hier gesetzt oder geändert. Eine Selbstbedienung am Gerät gibt es nicht.
Was die Person danach sieht
Nach der PIN landet die Person nicht im Dashboard, sondern in der Werkstatt-Oberfläche: oben eine schmale Zeile mit Gerätenamen, Standort und ihrem Namen, rechts „Abmelden“. Darunter „Hallo, …“ mit „QR scannen“ und „Störung melden“, die eigenen Tickets, offene Störungen ohne Bearbeiter und die Wartung von heute. Ticket und Rundgang laufen genauso wie am Handy. Einstellungen, Leitstand, Berichte und Abrechnung sind dort nicht erreichbar. Die Seiten im Einzelnen beschreibt das Kapitel „Werkstatt-Oberfläche“.
Wie sicher ist das?
| Schutz | Wie es funktioniert |
|---|---|
| PINs verschlüsselt | PINs werden nie im Klartext gespeichert. |
| Sperre bei Fehlversuchen | Nach 5 falschen PINs sperrt die PIN. Jede weitere Sperre in Folge dauert länger: 1, 5, 15, dann 60 Minuten. Erst eine richtige PIN setzt das zurück. Jede Sperre steht im Protokoll. |
| Minutenbremse | Zusätzlich sind je Adresse nur wenige Anmeldeversuche pro Minute möglich. |
| Keine leichten PINs | Gleiche Ziffern, Zahlenreihen und Wiederholungsmuster werden beim Setzen abgelehnt. |
| Nur freigegebene Personen | Am Gerät erscheinen ausschließlich zugelassene Personen mit PIN. Die Anmeldung prüft dieselbe Regel. |
| Rollen-Grenze | Per PIN melden sich nur Mitarbeiter und Techniker an. Am geteilten Gerät gibt es keine Admin-Rechte. |
| Kurze Sitzungen | Eine Sitzung am Tablet dauert höchstens 12 Stunden. Arbeitet niemand am Gerät, wird sie nicht verlängert. Abmelden beendet sie auch auf dem Server. |
| Keine Euro-Beträge ohne Recht | Kostensätze und Ausfall in Euro sieht am Tablet nur, wer das Recht „Euro-Beträge sehen“ hat. |
Wie viele Geräte sind enthalten?
| Tarif | Geräte |
|---|---|
| Basic | 1 Gerät |
| Pro | 5 Geräte |
| Enterprise | Unbegrenzt |
Nebenan: Wandboards
Neben „Geräte“ liegt im selben Bereich der Unterpunkt „Wandboards“. Dort werden die Monitore für das Hallen-Board verwaltet: Der Fernseher zeigt beim ersten Aufruf einen kurzen Code, der hier über „Gerät koppeln“ eingetragen wird. Danach läuft das Board dauerhaft und ohne Anmeldung. Ein Board lässt sich jederzeit sperren oder mit einem neuen Link versehen; der alte funktioniert dann nicht mehr. Was das Board anzeigt, steht im Kapitel „Andon-Wallboard“.